Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
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Symposium: Königsberg, rekonstruiert

02.07.2020, 15.00 Uhr
Haus des Deutschen Ostens
Am Lilienberg 5
81669 München

 

 

Königsberg, heute Kaliningrad in der russischen Exklave, gehört zu den Städten, die im Zweiten Weltkrieg besonders große Verwüstungen erlitten. Doch die Zerstörungen begannen – wie in vielen anderen deutschen Städten – bereits früher. Am 9. November 1938, während der sogenannten „Reichspogromnacht“, brannte in Königsberg die Neue Synagoge nieder, die nationalsozialistische Trupps angezündet hatten.
Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Königsberg Ziel von Luftangriffen. Im August 1944 geriet dabei auch der Königsberger Dom in Brand und stürzte teilweise ein. Der Rest der zerstörten historischen Innenstadt wurde nach dem Ende des Krieges von den neuen sowjetischen Machthabern abgerissen, nur die Ruine des Doms blieb stehen und wurde 1960 zum Kulturdenkmal erklärt.
Seit dem Ende der Sowjetunion erinnert man sich in Kaliningrad mehr und mehr an die deutsche Vergangenheit der Stadt. Dazu gehört auch die Rekonstruktion und Restaurierung historischer Gebäude. Der Dom wurde bereits seit 1992 restauriert und 1998 wiedereröffnet. Er dient heute sowohl als Gotteshaus als auch als Museum. Der Wiederaufbau der Synagoge begann im Jahr 2011 und wurde 2018 fertiggestellt. Sie wird heute als kulturelles Zentrum genutzt.
Das Symposium beschäftigt sich mit diesen Rekonstruktionen und Restaurierungen im heutigen Kaliningrad aus historischer und kunsthistorischer Perspektive.

Das detaillierte Programm wird zeitnah auf der Webseite des HDO veröffentlicht.

In Kooperation mit: Arbeitsgemeinschaft für ost- und westpreußische Landeskunde der LMU München