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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Symposium: Von Siegern und Verlierern

15.11.2019, 15.00 – 20.00 Uhr
Haus des Deutschen Ostens
Am Lilienberg 5
81669 München

 

Gesellschaftlicher Wandel und Minderheitenschutz in Ungarn und Rumänien nach dem Ersten Weltkrieg,

 

Teilnehmer: Dr. Florian Kührer-Wielach, Direktor des IGKS an der LMU München; Professor Dr. Gerhard Seewann (München); Professor Dr. Bernd Fabritius, Präsident des Bundes der Vertriebenen und Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten; György Dalos, Schriftsteller und Historiker (Berlin)

Das Symposium widmet sich der Situation der beiden Nachbarländer Ungarn und Rumänien nach dem Ersten Weltkrieg. Während die massiven Gebietsverluste des Königreichs Ungarn im Rahmen der Pariser Vorortverträge bestätigt wurden, zählt Rumänien zu den großen Gewinnern des Ersten Weltkriegs. Die multikulturell geprägten, ostungarischen Gebiete Siebenbürgen, Banat und Partium wurden 1918 de facto, 1919/1920 auch völkerrechtlich zu einem Teil „Großrumäniens“. Im Rahmen der beiden Vorträge von Professor Gerhard Seewann und Dr. Florian Kührer-Wielach werden die Phase der staatlich-gesellschaftlichen Neuorientierung und die damit verbundenen Konsolidierungsversuche in den beiden Ländern nach dem Ersten Weltkrieg untersucht. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Situation der Minderheiten gelegt.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren die beiden Vortragenden gemeinsam mit dem ungarischen Schriftsteller und Historiker György Dalos und dem Beauftragen der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Professor Dr. Bernd Fabritius, über Minderheitenschutz in Vergangenheit und Gegenwart in Ungarn, Rumänien und Deutschland. Es moderiert Henning Senger, Hanns Seidel Stiftung, München.

Dr. Florian Kührer-Wielach (geb. 1982 in Horn/Österreich) ist Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. (IKGS) an der LMU München.

Professor Dr. Gerhard Seewann (geb. 1944) ist Historiker und Philosoph. Nach dem Studium der Geschichte und Philosophie in Graz war u.a. als Leiter der Bibliothek des Südost-Instituts in München tätig. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Geschichte Ungarns, insbesondere auf der Frage der nationalen Minderheiten.

Dr. Bernd Fabritius (geb. 1965 in Agnetheln, Siebenbürgen/Rumänien) ist Politiker und seit 2014 Präsident des Bundes der Vertriebenen.

György Dalos (geb. 1943 in Budapest/Ungarn) ist Schriftsteller und Historiker und einer der Mitbegründer der demokratischen Opposition in Ungarn. Seit 1984 lebt er im Westen, abwechselnd in Deutschland und Österreich.

In Kooperation mit: Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der LMU München und Hanns-Seidel-Stiftung, München

Weitere Infos unter: www.hdo.bayern.de