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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Tagung: IM WESTEN UND OSTEN VIEL NEUES

09.02. 2019, 10-18 Uhr

HAUS SCHLESIEN
Dollendorfer Str. 412
53639 Königswinter

 

Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs in Westdeutschland und Schlesien

Fachtagung im HAUS SCHLESIEN in Kooperation mit Institutionen der Arbeitsgemeinschaft „Kultur im Siebengebirge“ und dem Kulturreferenten für Oberschlesien.

Die Kampf-Euphorie des Jahres 1914 wandelte sich im Laufe des Ersten Weltkrieges schnell zu Verzweiflung und Entsetzen. Schon bald sehnte sich die Bevölkerung Europas nach Frieden, den erst das Ende des Jahres 1918 brachte. Im Resultat stand der Versailler Friedensvertrag und damit  die Gründung neuer Staaten, die Auflösung alter Reiche und die Einführung neuer Staatsformen. Für Deutschland bedeutete das Ende des großen Krieges in erster Linie umfassende Gebietsverluste sowie verheerende wirtschaftliche Einbußen. Darüber hinaus befand sich nun die Bevölkerung der Grenzgebiete des ehemaligen Kaiserreichs in einer prekären Lage und wurde in einigen Fällen über Nacht zu Bürgern eines anderen Landes. In ethnisch gemischten Gebieten sollten Volksabstimmungen über die weitere Staatszugehörigkeit dieser Regionen entscheiden, was nicht ohne Spannungen verlief.

Die Fachtagung geht auf die Schwierigkeiten und Konflikte ein, die konsequenterweise in den Grenz- bzw. in den ehemaligen Gebieten der neuen deutschen Republik entstanden. Das Augenmerk gilt dabei der Situation in Schlesien, in den Regionen Eupen-Malmedy, Elsaß-Lothringen sowie im Regierungsbezirk Köln. Dabei werden besonders einzelne Schicksale, Lebenswege sowie die Lage einzelner Bevölkerungsgruppen der betroffenen Regionen in den Fokus genommen.

Analog zur Sonderausstellung „Zwischen Revolution und Ruhrbesetzung. Die Folgen des ersten Weltkrieges für Schlesien“ im HAUS SCHLESIEN, widmet sich der erste Teil der Tagung der  spannungsreichen Situation der schlesischen Bevölkerung auf beiden Seiten der neuen polnischen Grenze. Im zweiten Teil steht die ehemalige preußische Rheinprovinz mit ihren spezifischen Kriegs-Auswirkungen im Mittelpunkt.

Die Tagungspauschale inkl. zwei Kaffeepausen und eines Mittagsimbisses beträgt 45,- € pro Person bzw. 39,- € für Mitglieder des Vereins HAUS SCHLESIEN. Weitere Informationen und Anmeldung unter 02244 886 234 oder kultur@hausschlesien.de.