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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Ungarischer Gedenktag für die vertriebenen Ungarndeutschen

22.01.2019, 18.00 Uhr
Generalkonsulat von Ungarn in München
Mauerkircherstr. 1a,
81679 München
 

 


Ungarischer Gedenktag für die vertriebenen Ungarndeutschen

 

Auch 2019 laden das Generalkonsulat von Ungarn (München) und das Haus des Deutschen Ostens zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung anlässlich des ungarischen Gedenktages für die vertriebenen Ungarndeutschen ein.
Der Gedenktag, der im Dezember 2012 von der ungarischen Nationalversammlung beschlossen wurde, wird seitdem jährlich am 19. Januar begangen. Das Datum markiert den Beginn der Vertreibungen der Ungarndeutschen 1946. An diesem Tag verließen die ersten Transporte einen Vorort von Budapest. Grundlage für diese politische Aktion war das Potsdamer Abkommen vom August 1945, das auch die Vertreibung der Deutschen aus Polen, Tschechien und der Slowakei legitimierte. Bis 1947 musste etwa die Hälfte der Ungarndeutschen das Land verlassen; die meisten von ihnen kamen nach Süddeutschland. Die Vertreibung trennte Familien; die in Ungarn verbliebenen Deutschen wurden enteignet und Diskriminierungen ausgesetzt. Heute leben noch etwa 150.000 Deutsche im Land an der Donau. Seit den 1990er Jahren sind sie als nationale Minderheit anerkannt und werden durch die Minderheitenselbstverwaltung politisch vertreten.
2016 wurde im Budapester Bezirk Soroksár ein Vertreibungsdenkmal des ungarischen Bildhauers Sándor Kligl aufgestellt. Es zeigt eine Mutter mit ihrem Sohn, die nur mit Koffer und Rucksack ihr Haus und das Land verlassen müssen.

In Kooperation mit: Haus des Deutschen Ostens

Anmeldung erforderlich an einladung-muenchen@mfa.gov.hu