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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Von der Dobrudscha nach Baden

28.03.2019 , 18:00

Das römische Siegesdenkmal von Adamklissi

Akte »Die Abformung des Siegesdenkmals von Adamklissi in der Dobrudscha für wissenschaftliche und Museumszwecke« des Archäologischen Instituts der Universität Heidelberg aus dem Jahre 1918

Akte »Die Abformung des Siegesdenkmals von Adamklissi in der Dobrudscha für wissenschaftliche und Museumszwecke« des Archäologischen Instituts der Universität Heidelberg aus dem Jahre 1918

In der Abguss- und Antikensammlung der Universität Heidelberg befinden sich Kopien (Abgüsse aus Gips) des sog. »Tropaeum Traiani« von Adamklissi/Adamclisi, einem Dorf in der Dobrudscha im Kreis Constanța in Rumänien. Das römische Siegesdenkmal wurde wohl unter Kaiser Trajan errichtet und zeigt römische Soldaten im Kampf gegen lokale Stämme. In der deutschen archäologischen Forschung des späten 19. Jahrhunderts wurde dem Denkmal besonders aufgrund der Darstellung von Germanen große Bedeutung zugemessen.

Aus diesem Grund wurden 1918, Ende des Ersten Weltkriegs, unter deutscher Besatzung vor Ort Gipsabgüsse angefertigt und über Karlsruhe nach Heidelberg transportiert, wo sie heute noch Teil der Sammlung sind. Zahlreiches Archivmaterial in Karlsruhe und Heidelberg belegt die finanziellen und logistischen Schwierigkeiten dieses Projekts und gibt Einblicke in Forschungsinteressen, Drittmittelakquise und wissenschaftliche Netzwerke vor 100 Jahren.

Ein Vortrag anlässlich des 100jährigen Jubiläum.

Referentin

Dr. Polly Lohmann, Kuratorin der klassisch-archäologischen (griechisch-römischen) Sammlung der Universität Heidelberg

Eintritt

frei

Eine Veranstaltung des Förderkreises Archäologie in Baden in Kooperation mit dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe