Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen
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Von Sibirien nach Słubice

28.09.2020, 18.00 Uhr
Museum Viadrina Frankfurt (Oder)
Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11,
15230 Frankfurt (Oder)

 

 

Die Besiedlung der polnischen Stadt Słubice nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Vortrag von Prof. Dr. Beata Halicka mit anschließendem Zeitzeugengespräch

Von Sibirien nach Słubice Platzhalterdarstellung für ausgewählte Veranstaltungen
Frankfurt (Oder) 1945: Panorama mit Blick auf die gesprengte Brücke nach Osten. Foto: Walter Fricke, © Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

Nach Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung musste die Stadt Słubice, die aus der Frankfurter Dammvorstadt hervorgegangen ist, neubesiedelt werden. Nach und nach zogen Mitarbeiter des Grenzschutzes und des Militärs sowie Zivilbevölkerung in die neue polnische Stadt an der Oder. Unter ihnen befanden sich Umsiedler aus den Gebieten, die Polen an die Sowjetunion abtreten musste, aber auch viele zuvor aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten von den Sowjets nach Sibirien deportierte Polen. Andere migrierten in den neuen polnischen Westen, weil sie hier eine Chance auf einen Neuanfang sahen. Einen kleinen Teil bildeten schließlich ehemalige Zwangsarbeiter, die sich hier auf ihrem Weg aus dem Westen niederließen. Der Vortrag liefert einen Überblick über die einzelnen Gruppen der Neuankömmlinge und ihre Motivationen, sich hier niederzulassen

Mitwirkende

Ein Vortrag von Prof. Dr. Beata Halicka, Adam-Mickiewicz-Universität Posen/Poznań. Im anschließendem Podiumsgespräch mit Zeitzeugen vom Verband der Sibiriendeportierten (Związek Sybiraków) werden exemplarisch die Schicksale der aus Sibirien nach Słubice Umgesiedelten sowie die ersten Jahre ihres Neubeginns im neuen polnischen Westen vorgestellt.

Moderation
Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach, Institut für angewandte Geschichte − Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e. V.

Eintritt

frei

Wichtige Hinweise

Aufgrund der aktuellen Situation ist die Teilnahme auf 16 Personen beschränkt!

Anmeldung
ausschließlich im Museum Viadrina unter der Telefonnummer:
T: +49 (0) 335 401 56 0 (von 11 bis 17 Uhr).

Vor Ort gelten die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln.

Die Veranstaltung wird aufgenommen und zu einem späteren Zeitpunkt in den digitalen Medien des Deutschen Kulturforums veröffentlicht.

Die Reihe

Flyerbild zur Veranstaltungsreihe. © Bundesarchiv

Das Museum Viadrina, das Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. und das Deutsche Kulturforum östliches Europa laden Sie zur Veranstaltungsreihe Bahnhof Europas. Frankfurt (Oder) 1945 herzlich ein. Mit fünf Veranstaltungen in Frankfurt (Oder) und Potsdam, in die teilweise Zeitzeugen eingebunden sind, möchten wir mit Ihnen 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Potsdamer Konferenz ein Stück wechselvoller brandenburgischer, aber auch europäischer Geschichte entdecken. weitere Informationen

Weitere Termine der Reihe

Dienstag, 2. Juni 2020, 18:00 Uhr
Bahnhof Europas. Frankfurt (Oder) 1945
Vortrag von Prof. Dr. Werner Benecke. Anmoderation: Dr. Martin Schieck
Live als -Premiere

Montag, 28. Oktober 2020, 18:00 Uhr
Die Russen sind da! Frankfurt (Oder) in den ersten beiden Nachkriegsjahren
Vortrag von Dr. Jörg Morré, Deutsch-Russisches Museum, Berlin-Karlshorst, Moderation: Dr. des. Karl-Konrad Tschäpe, Museum Viadrina
Ort: Museum Viadrina, Frankfurt (Oder)

Freitag, 30. Oktober 2020, 18:00 Uhr
Europe on the Move. Frankfurt (Oder) 1945
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Beata Halicka, Universität Posen/Poznań, Dr. Andreas Kossert, Historiker, Berlin, Dr. des. Karl-Konrad Tschäpe, Museum Viadrina, Moderation: Dr. Ulrich Mählert, Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (angefragt), im Rahmen der Ausstellung »Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt«
Ort: Schloss Cecilienhof, Potsdam

Mittwoch, 18. November 2020, 17 Uhr
Bürgermeisterinnen, Ärztinnen, Archivarinnen. Die Frauen in Frankfurt (Oder) 1945 und in den ersten Nachkriegsjahren
Podiumsdiskussion mit Ursula Basel, Tochter von Irmgard Paetsch, der ersten Bürgermeisterin von Frankfurt (Oder) nach dem Zweiten Weltkrieg, und Sahra Damus, Mitglied des Brandenburgischen Landtags (Bündnis 90/Die Grünen), ehemalige Projektkoordinatorin »FrauenOrte in Frankfurt (Oder) und Słubice«, Moderation: Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach, Institut für angewandte Geschichte
Im Anschluss Filmvorführung »Bürgermeister Anna« mit einer Einführung von Dr. habil. Ralf Forster und Jeanette Toussaint, Filmmuseum Potsdam
Ort: Museum Viadrina, Frankfurt (Oder)

Ein Projekt des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit dem Institut für angewandte Geschichte – Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog e.V. und dem Museum Viadrina in Frankfurt (Oder) im Rahmen des Themenjahres »Krieg und Frieden. 1945 und die Folgen in Brandenburg – Kulturland Brandenburg 2020«. Gefördert wird es durch das Kulturland Brandenburg und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Foto unten:
Flyertitelbild: Frankfurt/Oder: Rückkehr deutscher Kriegsgefangener
Foto: © Bundesarchiv, Bild 183V00602/Foto: Malischew, Juli 1946