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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Vortrag: Die Dobrudschadeutschen und der Erste Weltkrieg

14.12.2018 , 18:00
Rumänisches Kulturinstitut Berlin
Reinhardtstraße 14,
10117 Berlin

Zwischen Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung

Friedhof für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges in Konstanza/Constanța in der Dobrudscha

Friedhof für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges in Konstanza/Constanța in der Dobrudscha

Deutsche Siedler kamen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die Dobrudscha, die Region am westlichen Ufer des Schwarzen Meeres. Als das NS-Regime ihren Fortzug 1940 mit Nachdruck betrieb, waren sie nach etwa hundert Jahren in ihrem Siedlungsgebiet nicht so stark verwurzelt wie andere deutsche Gruppen der mittelbaren Nachbarschaft. Umso stärker fällt das Ereignis des Ersten Weltkriegs für sie ins Gewicht, das Dr. Thomas Schares in seinem bebilderten Vortrag unter verschiedenen Aspekten beleuchten wird:

  • Wie haben die Dobrudschadeutschen den Krieg erfahren?
  • Wie sahen die anderen deutschen Kriegsteilnehmer die deutschen Bewohner der Dobrudscha (heute Rumänien)?
  • Was findet sich in den Nachlässen der Dobrudscha deutschen Otto Klett und Johannes Niermann zu diesem Ereignis?
  • Und wie wurden die Dobrudschadeutschen in dieser Zeit von der rumänischen Mehrheitsbevölkerung wahrgenommen?

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen des Jahresthemas 2018: Zwischen Trauer und Triumph. 1918 im östlichen Europa. Der Ausgang des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren veränderte die Landkarte des mittleren und östlichen Europa besonders nachhaltig. Manche Länder, Völker und Regionen betrauerten außerordentliche Verluste, andere triumphierten angesichts neu errungener Eigenständigkeit. Im Gedenkjahr 2018 wollen wir diesem Spannungsfeld Raum geben und nach den Folgen fragen.

In Zusammenarbeit mit dem IKGS – Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München, und dem Rumänischen Kulturinstitut Berlin