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Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

Vortrag: Marie Juchacz – Kämpferin für Frauenrecht

24.01.2019, 19.00 Uhr

Haus des Deutschen Ostens
Am Lilienberg 5
81669 München
 

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Marie Juchacz – Kämpferin für Frauenrecht

Am 19. Februar 1919 hielt mit der SPD-Abgeordneten Marie Juchacz (1879–1956) zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Parlamentarismus eine Frau eine Rede im Reichstag. „Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten wurde“, kommentierte Juchacz die im Jahr zuvor erfolgte Einführung des passiven und aktiven Wahlrechts für Frauen in Deutschland. Sie selbst war eine von 37 weiblichen Abgeordneten, die in den neuen Reichstag gewählt worden waren; in diesem Amt verblieb sie bis 1933. Danach ging Juchacz ins Exil, zuerst nach Frankreich, später in die USA. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland 1949 wirkte sie bis zu ihrem Tod als Ehrenvorsitzende in der Arbeiterwohlfahrt.

Dr. Gisela Notz ist Sozialwissenschaftlerin und Historikerin. Neben ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Referentin bei der Friedrich-Ebert-Stiftung leitete sie mehrere Forschungsprojekte, übernahm Lehraufträge, u.a. an Universitäten und Hochschulen in Berlin, Marburg und Hannover, und vertrat 1994/95 die Professur für Soziologie an der Universität GH Essen. Gisela Notz legte zahlreiche Publikationen zu Sozial-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, zur Arbeiter/innenbewegung und zur historischen Frauenforschung vor. 2006 gab sie den Sammelband „Mit Macht zur Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa“ mit heraus.

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