Kulturportal
Stiftung deutscher Kultur im Östlichen Europa - OKR Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

„Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“

03.05.2018 – 22.11.2018
Haus der Heimat
des Landes Baden-Württemberg
Schlossstr. 92
70176 Stuttgart

Lebenswege jüdischer Palestina-Auswanderer aus dem östlichen Europa

Fast zweitausend Jahre lang einte die Hoffnung auf eine Rückkehr in die historische Heimat, in das gelobte Land eretz jisrael, das über die ganze Welt verstreute jüdische Volk. Unter dem Eindruck des aufkommenden Antisemitismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts legte Theodor Herzl mit seinen Schriften die Grundlage für die zionistische Bewegung. Sie hatte die Wiederansiedlung von Juden in Palästina und den Aufbau eines Staatswesens zum Ziel.

„Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen“
So ermutigte Theodor Herzl in seinem utopischen Roman Altneulandzur Realisierung dieser Vision. Von 1880 bis 1948 emigrierten mehrere hunderttausend Menschen vor allem aus Russland, der Ukraine, Weißrussland, dem Baltikum, Rumänien, der Tschechoslowakei, Polen, Ungarn, Österreich und Deutschland nach Palästina. Zwischen 1933 und 1941 wurde das Land zum Zufluchtsort für Juden, die sich vor der Verfolgung durch den Nationalsozialismus in Sicherheit brachten.

Die vom HdH BW konzipierte Ausstellung erinnert anlässlich der Staatsgründung Israels vor 70 Jahren an diese Auswanderer. In ihrem Mittelpunkt stehen ausgewählte Lebenswege: Lea Rabin (geb. Schloßberg) kam mit ihren Eltern 1933 aus Königsberg, der Schriftsteller Max Brod verließ Prag, der Grafiker Jakob Steinhardt hatte seine Wurzeln in Posen – die Liste der Persönlichkeiten ist lang. Die Ausstellung erläutert die Gründe ihrer Emigration genauso wie ihr Wirken in Kunst, Kultur und Bildung, in Gesellschaft und Politik. Dazu dienen Filmaufnahmen sowie historische Ton- und Bilddokumente.

Im Medienraum der Bibliothek steht ein umfangreicher Handapparat mit Büchern und DVDs zum Thema bereit.

Der Eintritt zur Ausstellung, zu den Begleitveranstaltungen und zu den Führungen ist frei.
Die Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sind nicht barrierefrei.

Weitere Infos unter: https://www.hdhbw.de/?20180503_Aus